Warum sich der Vergleich für Hausbesitzer lohnt
Dein Haus ist wahrscheinlich der größte Vermögenswert, den du besitzt — und gleichzeitig einer der langlebigsten Verträge in deinem Versicherungsordner. Genau das macht die Wohngebäudeversicherung zu einer Police, die viele Jahre unverändert weiterläuft, obwohl sich Leistungsumfang und Preise am Markt spürbar verändert haben.
Ein Vergleich lohnt sich besonders:
- Nach einer Beitragserhöhung — sie löst ein Sonderkündigungsrecht aus, auch mitten in der Laufzeit
- Nach einem Schadenfall — sowohl du als auch der Versicherer könnt dann kündigen
- Beim Hauskauf oder Neubau — hier startest du ohnehin mit einem neuen Vertrag
- Wenn dein aktueller Tarif keinen Elementarschutz enthält — ein Baustein, der oft nachträglich fehlt
Elementarschäden: der Baustein, den du nicht vergessen solltest
Der Grundschutz einer Wohngebäudeversicherung deckt klassischerweise Schäden durch Feuer, Leitungswasser sowie Sturm und Hagel ab. Was viele Hausbesitzer übersehen: Schäden durch Überschwemmung, Starkregen, Rückstau, Erdrutsch, Erdsenkung, Schneedruck oder Erdbeben fallen darunter meist nicht — dafür brauchst du den separaten Baustein Elementarschadenversicherung.
Starkregen kann praktisch überall auftreten, auch weit entfernt von Bach oder Fluss — betroffen sein kann grundsätzlich jedes Haus. Ob sich der Zusatzbaustein für dich lohnt, hängt von der Lage deines Grundstücks ab, ist aber in den allermeisten Fällen sinnvoll mitzuversichern.
| Baustein | Deckt typischerweise ab |
|---|---|
| Feuer | Brand, Blitzschlag, Explosion, Implosion |
| Leitungswasser | Rohrbruch, Frostschäden an wasserführenden Leitungen |
| Sturm/Hagel | Schäden ab Windstärke 8 sowie Hagelschlag |
| Elementar (Zusatz) | Überschwemmung, Starkregen, Rückstau, Erdbeben, Erdsenkung, Schneedruck |
Gleitender Neuwert und Unterversicherung vermeiden
Zwei Begriffe entscheiden im Schadenfall darüber, ob du wirklich vollständig entschädigt wirst: der gleitende Neuwert und die Unterversicherung.
Beim gleitenden Neuwert wird der Versicherungswert deines Hauses jedes Jahr automatisch an die Entwicklung der Baupreise angepasst — über einen Baupreisindex, den das Statistische Bundesamt veröffentlicht. Dein Beitrag steigt dadurch in kleinen, planbaren Schritten mit, dafür bleibt die Versicherungssumme auch nach zehn oder zwanzig Jahren realistisch.
Eine Unterversicherung entsteht, wenn die vereinbarte Versicherungssumme unter dem tatsächlichen Wiederaufbauwert deines Hauses liegt. Im Schadenfall kürzt der Versicherer die Entschädigung dann anteilig — selbst bei einem kleinen Schaden. Um das zu vermeiden, solltest du bei Vertragsabschluss Wohnfläche, Baujahr und Ausstattung so genau wie möglich angeben. Viele Tarife bieten dafür einen Unterversicherungsverzicht: Solange deine Angaben stimmen, prüft der Versicherer die Summe im Schadenfall nicht mehr nach.
So läuft der Wechsel ab
- Vergleichen: Angaben zu Wohnfläche, Baujahr, Dachform und gewünschtem Elementarschutz in den Rechner eingeben — du siehst die passenden Tarife sortiert nach Preis und Leistung.
- Prüfen: Achte besonders auf Elementarschutz, gleitenden Neuwert und Unterversicherungsverzicht — diese drei Punkte machen im Schadenfall den größten Unterschied.
- Abschließen: Den neuen Vertrag direkt online abschließen. Die Bestätigung erhältst du innerhalb kurzer Zeit per E-Mail.
- Kündigen: Den alten Vertrag fristgerecht kündigen — erst, wenn der neue Schutz sicher steht.
Häufige Fragen
Was zahlt die Elementarschadenversicherung genau?
Sie ergänzt den Grundschutz um Schäden durch Überschwemmung, Starkregen, Rückstau, Erdrutsch, Erdsenkung, Schneedruck, Lawinen und Erdbeben. Das ist ein separater Baustein, der in vielen Grundtarifen nicht automatisch enthalten ist — ohne ihn zahlt die Versicherung bei einem Hochwasser- oder Starkregenschaden in der Regel nichts.
Was bedeutet gleitender Neuwert?
Der Versicherungswert deines Hauses wird jährlich automatisch an die Entwicklung von Baupreisen und Löhnen angepasst, meist über einen Baupreisindex. Dadurch bleibt der Versicherungsschutz auch nach Jahren realistisch, und der Beitrag passt sich in kleinen Schritten mit an, statt dich im Schadenfall kalt zu erwischen.
Wie vermeide ich eine Unterversicherung?
Wichtig sind korrekte Angaben zu Wohnfläche, Baujahr und Ausstattung bei Vertragsabschluss. Viele moderne Tarife rechnen darüber automatisch einen Wert-1914-Faktor oder arbeiten mit einem Wohnflächenmodell und erklären dafür einen Unterversicherungsverzicht — dann prüft der Versicherer im Schadenfall nicht mehr, ob die Summe ausreichend war.
Brauche ich als Mieter eine Wohngebäudeversicherung?
Nein. Die Wohngebäudeversicherung schützt das Gebäude selbst und ist Sache des Eigentümers beziehungsweise bei Eigentumswohnungen der Eigentümergemeinschaft. Als Mieter sicherst du dein eigenes Hab und Gut stattdessen über eine Hausratversicherung ab.
Wann kann ich meine Wohngebäudeversicherung wechseln?
Regulär zum Ende der vereinbarten Vertragslaufzeit unter Einhaltung der Kündigungsfrist, meist drei Monate. Zusätzlich hast du ein Sonderkündigungsrecht nach einer Beitragserhöhung und nach einem Schadenfall — beide Anlässe eignen sich gut, um parallel die Tarife zu vergleichen.
Ist der Vergleich wirklich kostenlos?
Ja. Der Vergleich ist für dich vollständig kostenlos und unverbindlich. Wir erhalten bei einem Abschluss eine Vergütung vom Vergleichsanbieter — am Tarifpreis ändert das nichts.