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Versicherungen · Vergleich

Unfallversicherung vergleichen

Eine private Unfallversicherung zahlt, wenn ein Unfall dich dauerhaft einschränkt – egal ob im Job, im Haushalt oder in der Freizeit. Anders als die gesetzliche Unfallversicherung greift sie rund um die Uhr, auch beim Sport oder im Urlaub. Der Vergleich zeigt dir Tarife mit unterschiedlicher Progression und Versicherungssumme in wenigen Minuten.

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Warum sich der Vergleich bei der Unfallversicherung lohnt

Die gesetzliche Unfallversicherung greift nur bei Arbeits- und Wegeunfällen. Passiert der Unfall im Haushalt, beim Sport, im Urlaub oder sonst in der Freizeit, bist du gesetzlich nicht abgesichert – dabei passieren die meisten Unfälle genau dort. Eine private Unfallversicherung schließt diese Lücke und zahlt eine vereinbarte Leistung, wenn ein Unfall zu einer dauerhaften Beeinträchtigung, einer sogenannten Invalidität, führt.

Besonders sinnvoll ist die Absicherung für:

  • Selbstständige und Freiberufler: Sie sind über keine gesetzliche Unfallversicherung automatisch geschützt und tragen das finanzielle Risiko eines Unfalls vollständig selbst.
  • Kinder: In Kita, Schule und auf dem direkten Schulweg besteht gesetzlicher Schutz, in der Freizeit, beim Spielen und im Sportverein aber nicht – und dort passieren die meisten Unfälle im Kindesalter.
  • Senioren: Mit steigendem Alter wächst das Sturzrisiko, während andere Vorsorgeprodukte wie die Berufsunfähigkeitsversicherung oft nicht mehr abschließbar sind.
Tipp: Wähle die Versicherungssumme nicht zu knapp. Als grobe Orientierung dient bei Erwerbstätigen oft das Drei- bis Fünffache des Bruttojahreseinkommens – bei Kindern und nicht erwerbstätigen Personen richtet sich die Summe stärker nach individuellem Bedarf, etwa für Umbaumaßnahmen oder Pflege.

Invaliditätsleistung und Progression: die wichtigsten Stellschrauben

Kernstück der privaten Unfallversicherung ist die Invaliditätsleistung: Bleibt nach einem Unfall ein dauerhafter Schaden zurück, zahlt die Versicherung einmalig eine Summe, deren Höhe sich nach dem Invaliditätsgrad richtet. Wie stark ein Körperteil oder Sinnesorgan als beeinträchtigt gilt, regelt die sogenannte Gliedertaxe – sie ist tarifabhängig und lohnt vor Abschluss einen genauen Blick.

Die Progression bestimmt, wie stark die Leistung bei hohen Invaliditätsgraden überproportional steigt:

ProgressionsstufeAuswirkung
Ohne Progression (linear)Leistung entspricht exakt dem Invaliditätsgrad
225 % ProgressionBei 100 % Invalidität die 2,25-fache Versicherungssumme
350 % ProgressionBei 100 % Invalidität die 3,5-fache Versicherungssumme
500 % ProgressionBei 100 % Invalidität die 5-fache Versicherungssumme

Für schwere Invaliditätsfälle lohnt sich meist eine hohe Progression, da gerade dann der finanzielle Bedarf am größten ist – etwa für einen Umbau der Wohnung oder dauerhafte Pflege. Achte außerdem auf Zusatzleistungen wie Übergangsgeld, Bergungskosten, kosmetische Operationen und eine Mithaftung bei Vorerkrankungen, die den Leistungsanspruch sonst mindern kann.

Unfallversicherung oder Berufsunfähigkeitsversicherung?

Beide Policen werden oft verwechselt, sichern aber unterschiedliche Risiken ab. Die Unfallversicherung zahlt ausschließlich, wenn ein Unfall die Ursache der Invalidität ist. Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) dagegen zahlt eine laufende Rente, sobald du deinen zuletzt ausgeübten Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kannst – unabhängig davon, ob eine Krankheit oder ein Unfall die Ursache ist. Da die überwiegende Zahl der Berufsunfähigkeitsfälle auf Krankheiten wie Rücken- oder psychische Erkrankungen zurückgeht, ersetzt die Unfallversicherung eine BU nicht, sondern ergänzt sie sinnvoll für den Fall eines Unfalls.

Wer beides möchte, sollte die Reihenfolge bedenken: Für die reine Existenzabsicherung im Krankheitsfall ist meist die BU wichtiger, die Unfallversicherung ist eine sinnvolle und meist günstige Ergänzung obendrauf.

So läuft der Abschluss ab

  1. Vergleichen: Alter, Beruf beziehungsweise Tätigkeit, gewünschte Versicherungssumme und Progression im Rechner eingeben – du erhältst passende Tarife im Überblick.
  2. Leistungen prüfen: Gliedertaxe, Progressionsstufe und Zusatzbausteine wie Übergangsgeld oder Serviceleistungen vergleichen.
  3. Abschließen: Antrag online ausfüllen, Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß beantworten und den Vertrag digital abschließen.
  4. Bestehenden Vertrag prüfen: Falls du wechselst, den alten Vertrag erst kündigen, wenn der neue Schutz sicher steht.

Häufige Fragen

Was zahlt eine private Unfallversicherung genau?

Sie zahlt eine einmalige Invaliditätsleistung, wenn ein Unfall zu einer dauerhaften Beeinträchtigung führt. Die Höhe richtet sich nach Invaliditätsgrad, vereinbarter Versicherungssumme und Progression. Viele Tarife zahlen zusätzlich Übergangsgeld für die erste Zeit nach dem Unfall, Kosten für kosmetische Operationen oder Bergungskosten. Ein Krankenhaus- oder Genesungsgeld lässt sich bei vielen Anbietern optional dazubuchen.

Was bedeutet Progression bei der Unfallversicherung?

Die Progression sorgt dafür, dass die Leistung bei schweren Invaliditätsgraden überproportional steigt. Bei 500 % Progression erhältst du bei vollständiger Invalidität das Fünffache der vereinbarten Versicherungssumme statt nur der Grundsumme. Da schwere Unfallfolgen finanziell besonders belastend sind, lohnt sich meist eine möglichst hohe Progressionsstufe, auch wenn der Beitrag dadurch etwas steigt.

Brauchen Angestellte überhaupt eine private Unfallversicherung?

Ja, denn die gesetzliche Unfallversicherung deckt nur Arbeits- und Wegeunfälle ab. Unfälle im Haushalt, beim Sport, im Urlaub oder in der Freizeit sind darüber nicht versichert, dabei passiert dort ein Großteil aller Unfälle. Eine private Unfallversicherung schließt genau diese Lücke rund um die Uhr, weltweit und unabhängig vom Beruf.

Wie unterscheidet sich die Unfallversicherung von der Berufsunfähigkeitsversicherung?

Die Unfallversicherung zahlt nur, wenn ein Unfall die Invalidität verursacht, meist als einmalige Summe. Die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt eine laufende Rente, sobald du deinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kannst, unabhängig von der Ursache. Da die meisten Fälle auf Krankheit statt Unfall zurückgehen, ersetzt die Unfallversicherung keine BU, sondern ergänzt sie sinnvoll.

Ist eine Unfallversicherung für Kinder sinnvoll?

Ja, denn Kinder sind nur auf dem direkten Weg zu Kita oder Schule sowie während der Betreuungszeit gesetzlich unfallversichert. Unfälle beim Spielen, im Sportverein oder in der übrigen Freizeit sind nicht abgedeckt, obwohl gerade dort die meisten Kinderunfälle passieren. Eine private Unfallversicherung mit kindgerechter Gliedertaxe schließt diese Lücke rund um die Uhr.

Wie hoch sollte die Versicherungssumme sein?

Eine pauschale Zahl gibt es nicht, als grobe Orientierung dient bei Erwerbstätigen oft das Drei- bis Fünffache des Bruttojahreseinkommens. Bei Kindern, Senioren oder nicht erwerbstätigen Personen richtet sich die Summe eher nach individuellem Bedarf, etwa für einen möglichen Umbau der Wohnung oder Pflegekosten. Der Vergleich zeigt dir passende Summen für deine Situation.

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