Warum sich der Girokonto-Vergleich lohnt
Das Girokonto ist das Konto, über das praktisch der gesamte Zahlungsverkehr läuft – Gehalt, Miete, Versicherungen, Online-Einkäufe. Genau deshalb fallen Gebühren hier besonders ins Gewicht: Eine monatliche Kontoführungsgebühr wirkt auf den ersten Blick harmlos, summiert sich über die Jahre aber zu einem spürbaren Betrag. Bei mehreren Konten im Haushalt – etwa für Kinder oder als Gemeinschaftskonto – vervielfacht sich der Effekt.
Hinzu kommen versteckte Kostentreiber: Gebühren für Abhebungen am Fremdautomaten, teure Ersatzkarten oder ein Dispozins, der deutlich über dem Marktdurchschnitt liegt. Wer sein Konto seit Jahren nicht mehr angeschaut hat, zahlt oft munter weiter mit, obwohl inzwischen deutlich günstigere oder sogar dauerhaft kostenlose Modelle verfügbar wären. Ein Vergleich lohnt sich vor allem, wenn du:
- regelmäßig Gebühren zahlst, obwohl dein Kontoverhalten eigentlich unauffällig ist
- öfter den Dispo nutzt und dort spürbare Zinsen zahlst
- häufig an Fremdautomaten Geld abhebst
- eine Lebensveränderung hattest – neuer Job, Umzug, Ausbildungsende
Worauf du bei den Kontobedingungen achten solltest
Nicht jedes vermeintlich kostenlose Konto bleibt es dauerhaft. Viele Banken knüpfen die gebührenfreie Führung an Bedingungen, die im Kleingedruckten stehen und sich leicht ändern können – etwa wenn sich dein Gehalt einmal verspätet oder du die Karte seltener nutzt als vorgesehen.
| Stellschraube | Worauf achten |
|---|---|
| Kontoführungsgebühr | Dauerhaft kostenlos oder nur befristet/an Bedingungen geknüpft? |
| Mindestgeldeingang | Wie hoch, und was passiert bei Unterschreitung? |
| Geldautomaten | Kostenlose Abhebung nur im eigenen Netz oder auch europaweit? |
| Dispozins | Wie hoch im Vergleich zum Marktdurchschnitt, gestaffelt nach Rahmen? |
| Girocard/Debitkarte | Im Preis enthalten oder gesondert berechnet? |
| Papierauszüge | Kostenlos oder kostenpflichtig gegenüber Online-Postfach? |
Achte außerdem darauf, ob das Konto als reines Online-Konto geführt wird oder ob du auch eine Filiale in der Nähe hast, falls dir persönliche Beratung wichtig ist. Für die meisten alltäglichen Bankgeschäfte reicht heute eine gute App völlig aus.
Auch die Frage, ob du ein Einzel- oder Gemeinschaftskonto brauchst, spielt eine Rolle: Gemeinschaftskonten haben oft eigene Preismodelle und teils abweichende Bedingungen für die kostenlose Führung. Wer nur gelegentlich ins Ausland überweist, sollte zudem prüfen, wie das Konto mit Fremdwährungstransaktionen und Auslandseinsätzen der Karte umgeht – hier unterscheiden sich die Anbieter spürbar.
So läuft der Kontowechsel ab
Der Wechsel des Girokontos ist gesetzlich geregelt und für dich mit wenig Aufwand verbunden: Die Kontowechselhilfe nach dem Zahlungskontengesetz verpflichtet Banken, dir den Umzug deiner Kontodaten abzunehmen.
- Vergleichen: Trage dein Nutzungsprofil (Geldeingang, Kartennutzung, Dispo-Bedarf) in den Rechner ein und vergleiche die passenden Kontomodelle.
- Neues Konto eröffnen: Den Antrag stellst du online, meist mit Identifikation per Video-Ident oder PostIdent.
- Kontowechselhilfe nutzen: Die neue Bank fragt bei der alten Bank automatisch Daueraufträge, Lastschriften und wiederkehrende Zahlungen ab und richtet sie beim neuen Konto ein.
- Umstellung prüfen: Kontrolliere für ein bis zwei Monate, ob Gehalt und Lastschriften tatsächlich über das neue Konto laufen.
- Altes Konto kündigen: Erst wenn alles umgestellt ist, kündigst du das alte Konto formlos – häufig übernimmt das die neue Bank direkt für dich.
Häufige Fragen
Kostet ein Girokonto grundsätzlich etwas?
Das hängt von der Bank und deinem Kontoverhalten ab. Viele Institute bieten kostenlose Kontoführung an, oft geknüpft an Bedingungen wie einen monatlichen Mindestgeldeingang oder eine bestimmte Anzahl Buchungen. Fällt die Bedingung weg, wird häufig automatisch eine Gebühr fällig – ein Blick ins Preisverzeichnis lohnt sich.
Was ist die gesetzliche Kontowechselhilfe?
Seit 2016 sind Banken gesetzlich verpflichtet, dir beim Wechsel zu helfen: Die neue Bank holt auf deinen Wunsch hin automatisch Kontodaten wie Daueraufträge, Lastschriften und Gehaltseingänge bei der alten Bank ein und richtet sie beim neuen Konto ein. Du musst dich um nichts selbst kümmern.
Was passiert mit meinem alten Konto beim Wechsel?
Du kündigst es formlos, meist reicht eine E-Mail oder ein Formular der neuen Bank im Rahmen der Kontowechselhilfe. Wichtig: Warte mit der Kündigung, bis alle Umstellungen (Gehalt, Lastschriften) tatsächlich beim neuen Konto laufen, damit keine Zahlung ins Leere geht.
Worauf sollte ich bei den Kontobedingungen besonders achten?
Prüfe die Bedingungen für die kostenlose Führung (Mindestgeldeingang, Girocard-Nutzung), die Gebühren für Fremdautomaten, den Dispozins sowie mögliche Kosten für Ersatzkarten oder Papierauszüge. Ein Konto, das nur im ersten Jahr kostenlos ist, wird nach der Startphase schnell teuer.
Brauche ich für den Vergleich eine Schufa-Auskunft?
Für ein normales Girokonto ist in der Regel keine Bonitätsprüfung im klassischen Sinn nötig, die Bank prüft aber meist eine Schufa-Auskunft, bevor sie einen Dispokredit einräumt. Für den reinen Kontovergleich reichen deine persönlichen Daten und dein gewünschtes Nutzungsprofil.
Ist der Kontovergleich wirklich kostenlos?
Ja. Der Vergleich ist für dich vollständig kostenlos und unverbindlich. Wir erhalten bei einer Kontoeröffnung über unseren Vergleich eine Vergütung vom Anbieter – deine Konditionen ändern sich dadurch nicht.